Integration


Integration bezeichnet die gesellschaftliche Eingliederung oder erneute Einbeziehung einer zuvor ausgegrenzten Person oder Gruppe in ein bestehendes soziales Ganzes. Sie hebt Formen der Exklusion und Separierung auf, indem Menschen, die zuvor ausgeschlossen oder abgetrennt waren, wieder in eine Gemeinschaft aufgenommen werden. Der Gedanke der Integration wird häufig als Vorstufe zur Inklusion verstanden. Integration trägt dazu bei, Ausgrenzung, soziale Ungleichheit und eingeschränkte Teilhabe zu verringern – zumindest solange, bis eine Gesellschaft in der Lage ist, wirklich alle Menschen als gleichwertige Mitglieder einzubeziehen. Dennoch verbringen Menschen mit Behinderung oftmals ihr ganzes Leben in Sondereinrichtungen, haben wenig Kontakt zu Menschen ohne Behinderung, erleben dadurch soziale Ausgrenzung und fühlen sich entsprechend isoliert, was wiederum psychische und körperliche Beeinträchtigungen auslösen oder verstärken kann. Integration ist daher sowohl ein pädagogisches Ziel als auch ein pädagogisches Mittel: Sie ermöglicht Menschen mit Behinderung, den Umgang mit alltäglichen Herausforderungen zu erlernen, Selbstvertrauen aufzubauen und eigene Fähigkeiten zu stärken.


Beispiel für Integration:

Ein Kind mit einer körperlichen Behinderung besucht gemeinsam mit seiner Klasse den regulären Sportunterricht. Damit es teilnehmen kann, passt die Lehrkraft einzelne Übungen an oder bietet alternative Bewegungsformen an. Das Kind ist Teil der Gruppe, spielt mit den anderen Kindern zusammen und wird weder aus dem Unterricht ausgeschlossen noch separat betreut. So erlebt es Gemeinschaft, entwickelt soziale Kontakte und kann seine motorischen Fähigkeiten innerhalb des regulären Klassenverbandes